“Hund und Job – wie geht das?”

Für den April hat sich miDoggy eine ganz besondere Blogparade überlegt. Die gefällt uns so sehr, da möchte auch ich sagen, wie Frauli, Herrli und ich das Handhaben. Logischerweise müssen auch Frauli und Herrli das Geld nach Hause bringen, damit ich es rausschmeißen kann. Beide arbeiten Vollzeit, doch die Aufteilung ist bei beiden, Grund verschieden. Wie handhaben wir das? Darf ich mit? Muss ich zuhause bleiben? Habe ich einen Sitter?

Vollzeitjob von meinen Menschen

Frauli arbeitet von 8 Uhr bis 17 Uhr in der Werbeagentur meines Opas, als Mediendesignerin. Da Frauli keine Überstunden in den Abend schieben möchte, steht sie oft um 7 Uhr in der Firma. Das Büro ist direkt neben ihrem Elternhaus, hier isst sie zu Mittag und faulenzt kurz auf der Couch. Nach einer halben Stunde betritt sie wieder die Festung der Arbeit.

Herrli arbeitet von 3:45 Uhr bis 12 Uhr mittags in dem schwedischen Möbelhaus, Ikea. Ganz zuleid von Frauli – wir sitzen direkt an der Quelle. ? Meist arbeitet Herrli länger, so ist er um spätestens 15 Uhr immer zu Hause.

Ich bleibe zuhause!

Herrli kann uns einen Tag davor sagen, wie lange er arbeiten muss. Kommt er am nächsten Tag spätestens um 13 Uhr nach Hause, geht Frauli mit mir vor ihrer Arbeit 1 Stunde spazieren. Danach bringt sie mich nach Hause – bringt mir ein frisches Wasser und gibt etwas Trockenfutter in den Napf. Zusätzlich bekomme ich noch etwas zu kauen und mir wird der Radio eingeschaltet. Die Fenster werden noch dichtgemacht und dann geht mein Frauli raus und sperrt die Türe ab. Nur die Küche und das Badezimmer sind geschlossen, sonst habe ich die ganze Wohnung für mich. Meist liege ich im Schlafzimmer in meiner Höhle und schlafe, davor verputze ich noch mein Guti, dass Trockenfutter lass ich meist stehen. Danach heißt es warten bis Herrli kommt und wir eine Runde drehen.

Muss Herrli länger arbeiten, bin ich bei Frauli in der Firma. Hört Herrli bis 14 Uhr zu arbeiten auf, fährt mich wer nach Hause, hört Herrli jedoch nach 14 Uhr auf, bleibe ich den ganzen Tag im Büro.

Ablauf unseres Vollzeit Tages

Frauli war anfangs sehr faul und ging mit mir nur das Nötigste, ab und zu haben wir ein bisschen gespielt. Jetzt ist das aber ganz anders. Frauli steht um spätestens 6 Uhr auf, geht Zähneputzen, bürstet ihre Haare und wäscht ihr Gesicht, dann zieht sie sich an und wir sind startklar. Der Prozess dauert ca. 15 Minuten.

Danach fahren wir meist an einem Ort in unserer Umgebung, dieser wechselt sich auch mal ab und gehen eine ausgedehnte Runde spazieren. Unter 45 Minuten komme ich nur selten von einem Spaziergang zurück. Außer wir haben Hundeschule, dann wird der Spaziergang abgekürzt.

 

Nach unserem Spaziergang fahren wir anschließend in die Arbeit und ich begrüße gleich Opa. Währenddessen bekomme ich noch ein frisches Wasser und muss entweder gleich auf meinen Platz oder ich darf noch mit meinem Kong spielen.

Um 12 Uhr steh ich dann schon an der Matte und warte, bis wir Mittagspause machen. Hier geht es schnell auf die Wiese gegenüber und dann zur Oma. Während Frauli zu Mittag isst, werde ich gestreichelt und darf mich im Garten austoben. Wenn Frauli früh genug aufgekommen ist, gehen wir auch gerne eine größere Runde spazieren oder machen Agility im Garten.

Ist die Mittagspause vorbei, bleibe ich auch gerne bei Oma und warte, bis Frauli aus hat. Oma gibt mir dann oft ein Stück Käse oder ich bekomme eine Portion Topfen mit Haferflocken. Ist es Zeit für ein Mittagschläfchen, holt mich Oma in das Wohnzimmer und schickt mich auf meinen Platz. Schließlich habe ich ein Mittagsschläfchen nach einem harten Arbeitstag verdient.

Um 17 Uhr werden die Sachen gepackt und wir machen uns auf den Heimweg – holen Herrli – fahren zu einem langen Spaziergang und genießen den restlichen Tag.

Kontra – Job mit Hund

Es ist viel Arbeit, denn ich musste Erster lernen, dass ich auf meinen Platz bleiben muss. Frauli musste sich auf die Arbeit und auf mich konzentrieren, was oft schwer unter einem Hut zu bringen war.

Seitdem ich in die Pubertät bin, bin ich nicht gerade begeistert von fremden Menschen. Vor allem Postboten machen es mir schwer zu schaffen. Wenn sich Frauli vorbereiten kann auf einen Kundetermin, belle ich nur mehr stolze 2 Mal auf. Umso hektischer Frauli bei Besuchern ist, umso öfter belle ich. Mittlerweile wird es wieder besser, ein schlechtes Team waren wir ja nie. Frauli trainiert mit mir sehr viel, hat sie einen schlechten Tag und es kommt ein Kunde, dann komme ich zur Oma ins Haus.

Auch muss man den Kunden, oft mehrmals erklären, dass sie mich zu ignorieren haben – kein sprechen, kein Augenkontakt. Es gibt immer gewisse Kunden die erst recht starren und reden, weil sie glauben es wäre für mich so leichter.

Frauli muss wegen mir sehr früh aufstehen, für sie nicht immer ein Problem. Langschläfer würden das wahrscheinlich nicht gutheißen.

 

Pro – Job mit Hund

Ich wirke beruhigend – Frauli streichelt mich immer, wenn sie einen Stress hat und gerade eine Blockade hat. Auch merke ich recht schnell, ob jemand gestresst in der Firma hockt, dann besuche ich den jenigen kurz und die Streicheleinheiten, tun sie mir gutes und sich selbst ebenso.

Die Runde direkt vor der Arbeit, lässt Frauli den ganzen Tag viel frischer wirken, auch ist sie nicht mehr so viel Müde.

Ich muss nicht alleine bleiben und es ist jeden Tag ein gutes Training, denn oft weiß man nicht, was ein Arbeitstag so bringt. Auch machen wir während der Arbeit immer wieder mal Tricks.

Fazit

Frauli würde es immer wieder so tun und kann es nur jedem empfehlen, der die Chance hat. Dennoch sollte man sich bewusst sein, dass es oft anstrengend sein kann und zeitaufwendig, denn wir müssen lernen, wie man sich im Büro richtig verhält. Mittlerweile bleibe ich brav auf meinen Platz, auch wenn Besuch kommt, und schlafe bis zur Mittagspause durch. Die Leine bleibt jedoch dran, Arbeit ist Arbeit! Am Nachmittag schlafe ich auch sehr viel, muss mir aber öfter die Beine vertreten bzw. müssen wir ein kleines Training einlegen.

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