Die spinnt Doch!

Denken wir das nicht fast alle? Fraulis und die Macken was dazu kommen, wenn wir erst mal eingezogen sind. Plötzlich wird geredet und geredet, egal wie komisch andere Leute schon schauen, reden sie voller Begeisterung weiter. Vor allem Menschen die schon immer dazu geneigt haben mehr zu reden, sind ganz besonders betroffen. Eine Heilung ist ausgeschlossen, man muss damit leben. Die gaffenden Blicke, das Geflüster von den anderen Menschen – müsst ihr Best möglich ignorieren.

Die Spaziergang Varianten!

Wenn es dann endlich raus geht, denkt man, dass man mit Frauli einen entspannten Spaziergang macht, dass man seinen Kopf ausschalten kann und die Natur genießen kann. Man begießt die Umgebung voller Elan und nichts kann euch aus der Ruhe bringen. Doch da stellt ihr euch einen Spaziergang komplett falsch vor. Es gibt nämlich 4 Varianten von einem Spaziergang und ich erzähle euch meine eigene Erfahrung und was wir noch so zum Hören bekommen, von anderen Hundebesitzern.

Der Stress Spaziergang: „komm schon, mach endlich, sag mal machst du das absichtlich – natürlich machst du das absichtlich, ich kenne dich – Maaaaan Gackiiiin – komm schon, wir haben Stress“. Jetzt mal im Ernst glaubt ihr denn wirklich, wenn ihr uns noch volllabert und Druck macht, dass da was geht? Stellt euch vor wir sitzen am Klo neben euch und bellen und jaulen euch was vor, damit es schneller hinausgeht. Also Leute ihr könnt uns Vierbeiner noch so viel Stress machen, es wirkt nicht.

Der perfekte Spaziergang: „Ja das machst du aber toll – super Cäsar – Jaaa, lieb habe ich dich – weißt du, heute war mein Tag wirklich schon klasse und du machst ihn noch perfekter – magst du noch ein Keksi? Soll sich Frauli heute was Süßes gönnen? – Welche Richtung gehen wir denn heute? – Was möchtest du Baden? “. Die Liste ist noch lange, sehr lange. Macht das mal mit bei einem 2-Stunden-Spaziergang. Mit einem Frauli, was offensichtlich nicht die Klappe halten kann und dir den perfekten Tag erzählen will. Wie soll ich ihr beantworten, ob ich noch einen Keks möchte oder sie sich was Süßes gönnen soll. Mach doch einfach, wir Vierbeiner werden es euch danken!

Der böse Spaziergang: „Boa das regt mich so auf – wie kann man nur so dumm sein – Achtung Cäsar, schon wieder so ein blöder Radfahrer – Oh Mann, müssen die Pferde denn immer mitten auf den Weg machen!“Oja Leute, dieser Spaziergang dauert meist nicht lange, wie ihr euch vorstellen könnt, sind wir beide, dann nicht mehr gut anzusprechen. Frauli regt sich wegen allem auf – Herrli was gerade nicht das tut, wie sie es will oder über den bekannten Männerschnupfen – in letzter Sekunde eine Absage bekommen – Radfahrer die glauben sie wären alleine – Gelsen, die hinter ihr her sind und natürlich ich, wenn ich mal ordentlich meinen Männerkopf durchsetzen will.

Der stille Spaziergang: Ein Spaziergang, wo wir gehen, wo nicht geredet wird. Ich kann mein Umfeld beschnuppern, begießen und Grasen wie eine Kuh. Ich darf rennen und spielen und schwimmen. Hier sagt Frauli nur in den seltensten Fällen etwas und das ist meist, wenn ich zu ihr kommen soll.

Mein neues Hab und Gut

Egal ob es in einem Päckchen ankommt oder direkt mit Frauli die Haustür öffnet, es ist für mich. Frauli redet ja wirklich viel mit mir, aber nicht nur sie, auch Herrli ist so bekloppt. Ich bin ja wirklich mega froh, dass es mir so gut geht und das Frauli auf Abwechslung schaut, doch brauchen wir oft gar nicht so viel. Meist wird mit dem Satz: Schau mal was ich für dich hab der Raum betreten. Doch da geht noch mehr.

Bei neuen Gutis heißt es: „Cäsar ist das lecker? Ja schmeckt dir das? Soll Frauli sowas öfter kaufen, ha? Hm, ja so gutti – komm schon probiere mal“.

Bei einem neuen Halsband, Leine, Geschirr: „Ja so ist er ein fescher Kerl – Ja das gefällt dir – oh siehst du süß aus – nein, wie super dir diese Farbe steht.“

Bei neuem Spielzeug: „Ja schau mal was ich da für dich habe – ist das ein Balli / Frisbee etc? – ja willst du das? – Ja für dich ist das“

Die Angst ist ein mieses Mi

Frauli und Herrli möchten so viel mit mir machen, wollen mir so viel lernen, doch meine Angst ist oft größer wie gedacht. Von Angst, sobald der Boden unter meinen Beinen verschwindet, von der anfangs Angst bei fremden Hundekontakt, bis zu der Angst von Höhe und mir unbekanntes – Ist alles Vertreten. Doch meine Menschen bemühen sich wirklich sehr Herz allerliebst.

Die gut gemeinten motivierten Worte sind: „Komm schon Burli – du kannst es – nicht aufgeben – noch ein wenig – gleich hast du es geschafft -du kannst doch schwimmen – trau dich – ja super und noch ein Stückchen – du brauchst doch keine Angst haben, Frauli/Herrli ist doch da – wir Zwei gegen den Rest der Welt“.

Und noch vieles mehr

Natürlich gibt es noch viel zu sagen, was mein Frauli gerne mit mir redet, doch würde ich alles – Punkt für Punkt aufzählen, sitzen wir in einem Jahr noch da. Doch ein Paar habe ich noch für euch.

Das Schlechte Gewissen: „Oh, das tut mir leid – Oh Mandi, habe ich dir jetzt eh nicht weh getan? – Warte bekommst ein Bussi drauf – Oh mein armer Schwarzer Kater – Alles Gut, nichts passiert – Oh, zeig mal dein Wehwehchen – Leider heute nicht“

Der Miesmacher: „Was hast du denn da gemacht? Cääääääsar, jetzt hast du schon wieder den Müllsack ausgeräumt – habe ich dir nicht gesagt du darfst das nicht machen – Jetzt bist du aber langsam alt genug um zu wissen das, dass nicht richtig war – Cääääääääsar, wenn ich dich in die Hände bekomme.“

Die Verzweiflung: „Nein ‚heul‘ warum? – Bitte, mach das jetzt – Was ist denn heute nur los? – Warum bist du so? – Ich glaube du magst mich nicht mehr.“

Das Glücksgefühl: „juhu, du bist der Beste – Wuhu wuhu – Oh Happy Day – Jaaaaaa, genau soooooo – Oh wie cooooool ist das denn – Wow, ich hätte mir niemals gedacht, dass du das kannst“. Diese Variante wird gerne mit Gesang und Tanz verknüpft.

 

Fallen euch noch so alltägliche Sachen ein, was eure Fraulis schon mal zu euch gesagt haben? Natürlich, muss spaß auch mal sein 😉

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