Ein Paradies auf Erden!

Ich war auf dem Großglockner, Frauli, Herrli und ich waren unter den ersten 10 Autos die den Pracht Berg befahren durften. Die Wintersperre vom Großglockner war nach langem Warten endlich aufgehoben und die Freude war groß. Doch davon erzähle ich euch unten mehr. Zuerst erfährt ihr etwas über den Großglockner.

Die Großglockner Hochalpenstraße ist wie ein Bänderornament, die grünen Bergmatten, Blumenwiesen und das felsige Geröll, Eis und Schnee schmiegt sich an die Hänge als wäre sie ein Teil des Berges. Plötzlich ist er vor uns, der Großglockner, der schwarze Berg, das Energiekraftwerk. Der Großglockner (häufig auch kurz Glockner genannt) ist mit einer Höhe von 3798 m ü. A. der höchste Berg Österreichs. Die markante Spitze aus Gesteinen der Grünschieferfazies gehört zur Glocknergruppe, einer Bergkette im mittleren Teil der Hohen Tauern, und gilt als einer der bedeutendsten Gipfel der Ostalpen.

Die Großglockner Hochalpenstraße zählt zu den faszinierendsten Panoramastraßen Europas und führt auf 48 Kilometern mitten hinein in den Nationalpark Hohe Tauern. Hoch über dem Pasterzengletscher scheint der Großglockner zum Greifen nah. Wechselnde Ausstellungen, Themenwege, Kinderspielplätze und grandiose Aussichten versprechen einen unvergesslichen Tag. Nicht zu vergessen sind die vielen Wanderwege die uns über die ganze Fahrt begleiten, Parkmöglichkeiten ergeben sich immer wieder. Man kann von Kärnten oder von Salzburg auf die Hochalpenstraße fahren und beide Wege sind traumhaft. Murmeltiere, die auf einmal neben dem Auto herlaufen und mit viel Glück sieht man auch den ein oder anderen Steinbock.

Der Aufbruch

Frauli und Herrli sind um 6 Uhr aufgestanden und haben alles hergerichtet. Sie packten sich warme Kleidung ein und wie ich mein Wandergeschirr gesehen habe, wusste ich heute wird ein toller Tag. Trockenfutter, Kekse und Würste durften nicht fehlen, zusätzlich noch eine Wasserflasche für mich, die man stets befüllen kann. Bevor wir uns auf eine lange Autofahrt machten, blieb Frauli mit mir noch wo stehen so, dass ich mein Geschäftchen machen konnte. Herrli spielte noch kurz mit mir und die Zeit für den Aufbruch war gekommen. Nach 2 Stunden Autofahrt, inklusive kleinem Frühstück für meine Liebsten, sind wir bei den Toren der Hochalpenstraße angekommen. Doch irgendwie ging nichts weiter, die Schranken waren gesperrt und eine Dame sagte es gibt ein Problem mit den Kassen, na toll! Nach kurzem warten ging es endlich los, Frauli bekam noch eine Warnung, dass man die Straße noch mit Vorsicht genießen muss. Los geht’s, die Steile, Serpentinen artige Straße war eine Wucht, hier wird man bereits von atemberaubenden Aussichten begleitet. Schneewände bis über 4m haben uns begleitet, jedoch waren leider noch viele Straßen gesperrt aber das hielt uns nicht auf.

Der Schneespaß kann beginnen

Wir haben bei dem Gasthaus unterhalb der Edelweißspitze geparkt und sind etwas hinauf spaziert, was natürlich jetzt noch möglich war, da diese Straße gesperrt war. Als Herrli den Kofferraum öffnete war ich hin und weg, Schnee – Schnee soweit das Auge reicht – viel Schnee – mein Schnee – mein Schatz! Zu Leid meiner Menschen habe ich mein Hirn ausgeschalten und bin in das kalte Nass abgetaucht. Ich habe es genossen wie eh und je, keiner konnte mich Stoppen – oh doch die Leine die ich teilweise tragen musste. Wir haben gespielt wir haben die frische Luft genossen und dann machten wir uns weiter auf den Weg Richtung Kärnten, noch auf der Salzburger Seite, musste Herrli ein Foto mit einer so genannten Schneefräse machen. Kurz vor der Grenze Kärnten holte uns ein kleiner Schneesturm ein, Frauli sah, wenn es gut geht 1m. Noch schnell durch den Tunnel und Kärnten war erreicht und es war kaum zu fassen, wo ist denn plötzlich der viele Schnee? Nur mehr vereinzelt waren kleine Schneeflächen und schon waren wir im Grünen, bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe konnten wir leider nicht fahren, da diese Straße noch gesperrt war, also dieses mal kein Gletscher in Sicht. Eigentlich wollten wir Schneeschuhwandern, doch durch die Lawinengefahr musste man strikt auf den Wegen bleiben aber Herrli sagte wir fahren dieses Jahr nochmals rauf und genießen eine Wanderung.

Kärnten ein besonderer Spaziergang

Man kommt bei Heiligenblut am Großglockner raus und nach kurzer Zeit haben wir ein wunderschönes Tal erreicht. Wiesen und Wälder soweit das Auge reicht, Herrli schwamm plötzlich in alten Erinnerungen, denn hier war er schon einmal mit der Schule. Sein Gedächtnis ist wirklich hervorragend, er konnte sich nach über 10 Jahren genausten dran erinnern und erzählte Frauli Geschichten. Frauli liebt es wenn Herrli Geschichten von seiner Vergangenheit – von seiner Jugendzeit – erzählt, sie haben einen gewissen Touch von Unglaublichkeit, Lustigkeit auch sind sie teilweise schockierend und beeindruckend. Ihr müsst wissen, Frauli und Herrli haben eine komplett verschiedene Kindheit. Vieles kennt Frauli so nicht, genauso wie Herrli. Ich glaube das macht die Zwei so einzigartig, denn Ähnlichkeiten haben sie trotzdem genug, stur, impulsiv, ungeduldig, lustig und das Herz haben sie an der Richtigen Stelle. Herrli ist für Frauli der Mann an ihrer Seite und bei jeder Aktivität was wir zu 3. machen schweißt meine Familie immer mehr zusammen.

Aber kommen wir wieder zurück zum Thema. Nach kurzer Zeit trafen wir einen Hund, keine Ahnung wie sein Name ist – er gehörte zu einem Bauernhof mit 3 einzelnen Häusern. Er begleitete uns 2 Stunden bei dem Spaziergang und auch gespielt habe ich mit ihm. Was für ein Spaß – wir sind gelaufen, haben uns gegenseitig gefangen und waren im Fluss zusammen baden. Frauli und Herrli haben es genossen, das sie gleich mit 2 Hunden unterwegs waren ohne einen Zweiten zu besitzen. Auf den Rückweg zum Auto lieferten wir den Hund ab, Gott sei Dank gab’s da nur diese 3 Häuser, sonst hätten wir lange gesucht. Das Frauli von dem unbekannten Hund war sehr Dankbar das wir ihren Spatz wieder zurückgebracht haben und wunderte sich sehr über sein Verhalten. Das muss ein Zeichen sein das er mich mochte, denn so etwas machte er noch nie.

Kurz vor dem Auto durfte ich mich nochmal abkühlen und das Geschirr wurde mir runter getan, die Box haben wir zusammengeklappt, damit ich nicht nur liegen muss. Denn 3 Stunden Autofahrt sind gar nicht so ohne. Bevor wir nachhause fuhren, wurde nochmals ein Stopp eingebaut und dann ging es in unser vertrautes Heim und es wurde ausgiebig geschlafen. Wir waren total Müde.

Ich hoffe Herrli und Frauli fahren mit mir nochmals dahin und dass wir in meinen Jahren noch viel zusammen erleben werden. Wie eine Familie.

 

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